Praxis

Dr. med. Silke Lampe
Dr. med. Petra Blümel

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Marienhospital Osnabrück

Ambulanz der Frauenklinik

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3D-/4D-Sonographie

Die 3-D/4-D-Sonographie ist die Weiterentwicklung der herkömmlichen zweidimensionalen Ultraschalluntersuchung in der pränatalen Diagnostik, wobei 3-D für ein dreidimensionales Standbild steht, 4-D für bewegte Bilder in Echtzeit. Ermöglicht wird diese Form der Wiedergabe des werdenden Körpers durch die enorme Rechenleistung heutiger Computersysteme. Inzwischen ist die dreidimensionale Darstellung von fetalen Oberflächenstrukturen zum festen Bestandteil vorgeburtlicher Ultraschalluntersuchungen geworden.

Junge oder Mädchen

Das Interesse der werdenden Eltern an der 3D-/4D-Sonographie gilt in erster Linie der faszinierenden und authentischen Wiedergabe ihres ungeborenen Kindes und dem damit verbundenen unvergesslichen Erlebnis. Nachdem alle Gliedmaßen gut erkannt wurden und die Sorgen hinsichtlich möglicher Fehlbildungen genommen sind, erwarten viele Paare - deutlich erleichtert - auch Antworten auf die Fragen:

  • Welche Farbe soll das Kinderzimmer bekommen?
  • Bekommt der Nachwuchs die lange Nase vom Papa oder die Stupsnase der Mama?
  • Bekommen wir einen Stammhalter?

Diese Merkmale lassen sich in Abhängigkeit von den individuellen Untersuchungsbedingungen (u.a. Lage des Kindes, Fruchtwassermenge, Dicke der mütterlichen Bauchdecke) im Rahmen einer 3D-/4D-Sonographie besonders beeindruckend darstellen. Die plastischen Bilder vom ungeborenen Kind, gespeichert auf einem Datenträger zum Mitnehmen, sind bei werdenden Eltern verständlicherweise sehr beliebt.

Als Mediziner sehen wir in diesem modernen Bildgebungsverfahren eine hilfreiche Ergänzung bei speziellen Untersuchungsaspekten, die zusätzliche diagnostische Erkenntnisse liefern kann. Die plastischen Bilder können z.B. zur ergänzenden Darstellung von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder einem offenen Rücken medizinisch sinnvoll sein und wichtige Informationen dazu liefern. Erkrankungen und Fehlbildungen können den Patientinnen, aber auch den weiterbehandelnden Kinderärzten plastisch dargestellt werden. Das Verfahren eröffnet die Möglichkeit auch seltene und komplizierte Fehlbildungen z.B. des Gehirns, der Gefäße, des Herzens und des Skelettsystems zu diagnostizieren und zu erläutern. Knöcherne Strukturen, z.B. die Wirbelsäule, lassen sich im sogenannten Transparenzmodus in besonderer Weise darstellen.

baby fs

Der optimale Untersuchungszeitraum für das sogenannte „Babyfernsehen“, d.h. für Oberflächenaufnahmen Ihres Ungeborenen, liegt zwischen der 25. und 30. Schwangerschaftswoche. Die 3-D/4-D Sonographie ist genau wie die anderen Ultraschalluntersuchungen für die Mutter und das ungeborene Kind unbedenklich. Aufgrund der geringeren Auflösung der Strukturen ist sie kein Ersatz für die gewöhnliche Ultraschalluntersuchung oder den Fehlbildungsultraschall zwischen der 19. und 21. Schwangerschaftswoche.

Die Anwendung der 3D/4D-Sonographie im Rahmen der differenzierten Fehlbildungsdiagnostik erfolgt als Ergänzung zu den anderen Verfahren, um das Gesamtbild abzurunden.